Magdeburg erleben

Magdeburg erleben

Unsere Standort-Rundreise macht in dieser Ausgabe Halt in der Bundeshauptstadt Berlin, in der sich gleich vier Unternehmen der Elevion Gruppe befinden. Eine kleine Tour durch die pulsierende Metropole mit Geschichte, Architektur und Zukunftspower.

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Dass für den Stammsitz ihres Unternehmens nur Magdeburg infrage kam, war für die drei ­Gründer der En.plus GmbH von Anfang an klar. Immerhin stammten zwei von ihnen, Stefan Schröder und Albert ­Kunze, selbst aus der Ottostadt. Der dritte im Bunde, der in Berlin beheimatete Hans-Georg Bäumer, sollte zum Ausgleich die erste Niederlassung in Potsdam leiten. Der Plan wurde umgesetzt und das noch immer junge Unternehmen, das Anfang 2019 in die Elevion-Gruppe eingetreten ist, konnte im Sommer 2019 bereits zehnjähriges Bestehen feiern. Zu den ersten Fachkräften, die das Trio für sich gewinnen konnte, zählt eine vormalige Kollegin: Jeannette Ewert. Die gelernte Bankkauffrau trat am 1. März 2019 bei En.plus ein und verantwortet seitdem den kaufmännischen Teil des Projektgeschäfts. Ohne es je geplant zu haben, ist sie ihrer Geburtsstadt auf diese Weise treu geblieben. „Es gab keinen Grund hier wegzugehen“, erklärt sie. „Die Stadt ist groß genug, aber eben nicht zu groß. Und zudem mit den Elbauen sehr grün.“ Auch wirtschaftlich sei der Standort günstig gelegen. „Jena und Berlin sind innerhalb von zwei Stunden erreichbar, Hannover schon in eineinhalb Stunden“, ergänzt Jeannette Ewert. Eine Tatsache, die das nunmehr fünf Niederlassungen im Bundesgebiet um­fassende Unternehmen ebenfalls strategisch zu nutzen weiß.

»Inzwischen hat sich die
Stadt zu einem lebenswerten
Zentrum als Dienstleistungs und
Universitätsstandort
entwickelt.«

Jeannette Ewert, Projektkauffrau

Zweifach ottonisches Erbe

Bereits im Mittelalter erlangte die heute rund 240.000 Einwohner zählende Hauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt große Bedeutung. Durch die Freihandelsrechte der Hansestadt entwickelte sich Magdeburg im Spätmittelalter zu einer der größten deutschen Städte. Zu den berühmten Vätern der Stadt zählt König Otto I., der um 940 n. Chr. nicht nur als Herzog von Sachsen, sondern auch als König des Ostfrankenreichs, König von Italien und später als römisch-deutscher Kaiser in die Geschichte einging. Ebenfalls zur Namensgebung als „Ottostadt“ trug der im 17. Jahrhundert wirkende Diplomat, Physiker und Erfinder Otto von Guericke bei, der in Magdeburg ebenfalls als Bürgermeister aktiv war und zur Beendigung des für die Stadt verheerenden 30-jährigen Krieges beitrug.
Jeannette Ewert hat bereits zwei Etappen des Elberadwegs zurückgelegt.
An König Otto I. erinnert noch heute der imposante Magdeburger Dom, die erste gotisch konzipierte und als solche fertiggestellte Kathedral Deutschlands. Sie wurde im 13. und 14. Jahrhundert auf den Grundmauern des 1207 abgebrannten vormaligen Doms erbaut und beherbergt das Grab von König Otto. Auch in der jüngsten Geschichte machte der Magdeburger Dom von sich reden: Während der Wende wurde er im Herbst 1989 zum Ausgangspunkt der friedlichen Revolution der Stadt. „Seitdem hat sich natürlich viel verändert“, bemerkt Jeannette Ewert, die zum Zeitpunkt des Mauerfalls gerade ihre Ausbildung abgeschlossen hatte. „Damals war die Stadt durch die Schwer­industrie geprägt, inzwischen hat sie sich zu einem lebenswerten Zentrum als Dienstleistungs- und Universitätsstandort ent­wickelt“, so ­Jeannette Ewert.
PlaneHandball wird in der Stadt gefeiert: En.plus engagiert sich als Sponsor für den Bundesliga-Verein SC Magdeburg.risch festgelegt: Die Rohrschellen werden präzise in durchgängig einheitlichem Abstand montiert.

Von Handball bis Hundertwasser

Zwei Etappen des Elberadwegs, der von Prag nach Cuxhaven auf 1.270 Kilometern auch durch die Magdeburger Elb­auen führt, hat Jeannette Ewert bereits in je einer Woche zurückgelegt. „Man hätte es sicher auch schneller geschafft, aber wir wollten ja etwas sehen“, sagt sie. Ihre Begeisterung für den Sport lebt Jeannette Ewert nicht nur aktiv beim Radfahren und Joggen aus. Sie zählt sich auch zu den vielen Fans der Stadt, die den heimischen Handballverein, SC Magdeburg, mit Begeisterung unterstützen. „Die Atmosphäre in der Halle ist einfach etwas ganz Besonderes“, erzählt ­Jeannette Ewert. Insbesondere dann, wenn man das Spiel von der Lounge aus verfolgen kann.
Gute Aussicht besteht ebenfalls vom Sekretariat der En.plus aus: Der Jahrtausendturm, der anlässlich der Gartenschau 1999 aus Holz errichtet wurde, befindet sich direkt vis-à-vis des Gebäudes, auf dem anderen Ufer der Elbe. Ein weiteres, überaus sehenswertes Bauwerk der Stadt ist eines der letzten architektonischen Werke von Friedensreich Hundertwasser. Seine „Grüne Zitadelle von Magdeburg“, die er als eine „Oase für Menschlichkeit und für die Natur in einem Meer von rationellen Häusern“ verwirklichte, sorgte seinerzeit für viel Diskussion. Heute gehört das phantasievolle, farbenfrohe und organische Gebäude, in dem Wohnungen, Büros, kleine Geschäfte, Cafés und ein Art-­Hotel untergebracht sind, zu einem der beliebten Treffpunkte der Stadt. Bliebe noch eine Sehenswürdigkeit, die Techniker begeistert: das über ein ganzes Jahrhundert immer wieder in Angriff genommene und schließlich 2003 fertiggestellte Wasserstraßenkreuz mit seinem Schiffshebewerk. Durch diese Konstruktion wird der Mittellandkanal über die Elbe geführt und so eine Wasserstraßenverbindung von ­Hannover über Magde­burg nach Berlin ermöglicht.
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